Unsere Tochter Ramona Teil 1 - zarte Pflanze


Über unsere Tochter Ramona habe ich noch nie für die Öffentlichkeit geschrieben. Obwohl ich dies erstmals vor zwei Jahren vorhatte habe ich es immer wieder verschoben. Um das „kurze“ Erdenleben von Ramona auszugsweise zu beschreiben, ihren einmaligen Werdegang, die intensiven Ereignisse bis hin zu ihrem Freitod am 20. Dezember 1999, dazu war ein deutlicher Impuls nötig.

Diesen Impuls habe ich heute erhalten. Eine Frau aus dem damaligen Kundenkreis unseres Unternehmens hat mir begeistert über ein vor einigen Monaten geführtes Gespräch mit meiner Frau Irida berichtet. Dabei durfte sie einiges von Ramona erfahren und viel, sehr viel daraus für sich selbst lernen und mitnehmen. Seit dem Gespräch ist der Frau vieles klar geworden. Sie konnte dadurch Zusammenhänge mit der Geistigen Welt, mir unserem Ursprung erkennen und besser verstehen.

Ramona wurde am 9. März 1977 als unser erstes Kind geboren. Ein Wunschkind! Endlich durften wir das wunderbare Geschöpf in unseren Händen halten, das Baby mit den vollen schwarzen Haaren und dem sonnigen Gesicht. Unsere Tochter! Dazumal konnten wir natürlich nicht erahnen für welchen Lebensweg sich Ramona entschieden hatte. Die ersten drei Lebensjahre verliefen völlig normal. Auffallend vielleicht das ausgeprägte Schlafbedürfnis verbunden mit verhältnismäßig wenig Nahrungsaufnahme. Sie holte sich die nötigen Energien im Schlaf und brauchte daher weniger zu essen. Ramona gedieh prächtig. Ihr Lachen und ihr Wesen verzauberten alle. Der Anfrage für Ramona als Fotomodell für Babykleidung zu fungieren kamen wir stolzen Eltern gerne nach. Irida war ja mit dabei.

Im Alter von dreieinhalb Jahren bildeten sich um die Lippen Bläschen die sich bald in den ganzen Mundraum ausbreiteten. Ein rascher Gang zum Arzt war zu jener Zeit nicht üblich. Mit Einpinseln, Spülungen usw. versuchten wir das Ganze in den Griff zu bekommen. Schwierige Prozeduren. Nach und nach verweigerte Ramona das Essen und bald auch das Trinken. Alle Tricks sie zur Nahrungsaufnahme und vor allem zum Trinken zu bewegen endeten mit äußerst mäßigem Erfolg. Sie weigerte sich mit voller Kraft und erstaunlicher Zähigkeit. Nach ein paar Tagen entschloss sich Irida doch den Hausarzt aufzusuchen. Dieser erkannte den Ernst der Situation. Ramona erhielt sofort eine Infusion und eine Überweisung ins Krankenhaus. Dort wurden weitere Infusionen und andere Behandlungen durchgeführt. Ramona musste sogar angeschnallt werden da sie sonst nicht ruhig blieb. Welch ein Anblick! Wir erfuhren dass Ramona innerlich beinahe ausgetrocknet wäre und es allerhöchste Zeit für eine Behandlung war. Sie hätte sonst nicht überlebt. Puh!

Erst viele Jahre später ist uns klar geworden: das war Ramonas erster Versuch sich vom Leben auf der Erde zurückzuziehen, zurückzukehren in die Dimension in der sie sich entschlossen hatte zu inkarnieren. Innerhalb einer Woche erholte sich Ramona. Im Kindergarten und in der Schule fiel sie durch ihr sonniges Wesen, ihre Herzlichkeit und ihr für ihr Alter erstaunliche Verständnis allen Menschen gegenüber auf. Sie lernte leicht und freute sich des Lebens. Das innige Verhältnis zu Mama, Papa und zu ihrem jüngeren Bruder war für uns selbstverständlich. Damals wussten wir das noch nicht richtig zu schätzen. Fast nie waren etwas strengere Worte notwendig. Ramona war in der Tat ein „Musterkind“.

Im Alter von neun Jahren überraschten wir sie mit der Nachricht dass wir bald ein Baby bekommen würden. Ramona war sofort hellauf begeistert. Die weitere Schwangerschaft lebte Ramona sozusagen mit. Sie interessierte sich sehr für die Geschehnisse, freute sich riesig und tat alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten für das noch ungeborene Baby.

Dann endlich die Geburt. Ich durfte erstmals bei einer Geburt dabei sein. In dieser Vollmondnacht kam Michi gesund auf die Welt. Welch ein Erlebnis! Ich überbrachte die so erfreuliche Nachricht an Ramona und ihren Bruder. Beide realisierten dies auf Grund der morgendlichen Stunde erst nach und nach. Dann war Ramona aus dem Häuschen. Am Nachmittag besuchten wir Mama und Michi. Ramona sah Michi und wendete keinen Blick mehr von ihm. Unentwegt strahlte sie ihn mit großen vor Freude überquellenden Augen an. Das besondere Verhältnis zwischen den beiden fiel uns anfangs nicht so auf. Erst im Laufe der Zeit bemerkten wir diese Tatsache.

Ramona kümmerte sich um ihren kleinen Bruder als ob es ihr Baby wäre. Viele Stunden verbrachten sie zusammen. Kamen wir abends später nach Hause lag Ramona in Michis Bett. Während Michi schlief wachte Ramona und behütete ihren kleinen Bruder.

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